Ingelheim im Nationalsozialismus

Ausstellung im Alten Rathaus

„Freudige Gefolgschaft und bedingungslose Einordnung …?“ Ingelheim im Nationalsozialismus 

Knapp 2000 Personen besuchten die Ausstellung. Im Januar verdoppelte sich die Besucherzahl im Vergleich zum Dezember. Es kamen 45 begleitete Gruppen. Der überwiegende Teil waren Schulklassen. Die meisten besuchten die 10. bis 13. Klasse. Es waren aber auch achte und neunte Klassen darunter. Sie kamen überwiegend von den Ingelheimer Schulen aber auch aus Bingen. Die Ausstellung erntete viel Lob und Zustimmung. Dies ist an den Einträgen im Gästebuch nachzuvollziehen. Manche Besucher gaben Anregungen oder brachten weitere Quellen mit. Viele Besucher begnügten sich nicht mit einem Rundgang, sondern kamen zwei – oder sogar dreimal und verweilten lange in der Ausstellung.

Bei den Führungen kam es oft zu intensiven Gesprächen. Sie drehten sich um die Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte, die Frage, wie es zu dieser grausigen Diktatur kommen konnte und um die angemessenen Reaktionen auf antidemokratische Tendenzen in unserer Gesellschaft.

Ministerpräsident Kurt Beck besuchte die Ausstellung zur Abschlussveranstaltung und lobte das Engagement der Stadt Ingelheim in der Bearbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus. Er ließ sich vom Kurator Hans-Georg Meyer durch die Ausstellung führen.

Die Ausstellung und das Buch haben das Wissen darüber vermehrt, was in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in Ingelheim passiert ist. Es wurde deutlich, wie schnell 1933 die Machtergreifung von statten ging. Als die Gewalt herrschte, konnte auch hier fast jeder Widerstand im Keim erstickt werden.
Die Zahl der Demokraten war damals auch in Ingelheim zu gering. Opfer wurden auch hier zuerst die politisch Andersdenkenden, Juden, Sinti, Behinderte. Schließlich fraß die Diktatur ihre eigenen Kinder. In der Ausstellung kam dies unter anderem an der großen Gedenktafel zum Ausdruck, welche lange im Sebastian-Münster-Gymnasium hing. Mit ihr wurde der im 2. Weltkrieg umgekommenen Lehrer und Schüler der Vorgängerschule gedacht.

Ein Teil der Ausstellung blieb erhalten und wurde in den der Kaiserpfalz Realschule plus aufgebaut. Dort kann sie während der Öffnungszeit der Schule zu besichtigt werden.

Der Ausstellungskatalog ist für 5,- Euro beim Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim (siehe Kontakt) erhältlich.

 

 

 

 

Das Buch “Freudige Gefolgschaft und bedingungslose Einordnung?” – Ingelheim im Nationalsozialismus ist für 20,- Euro erhältlich, beim DIF, bei der Tourismusabteilung der Stadt Ingelheim oder im Buchhandel.

 

Für weitere Informationen bitte das Buch anklicken

Impressionen zur Ausstellung

Aus dem Gästebuch
Sehr gute Ausstellung
Die Ausstellung ist gut
Vielen Dank für die interessante Ausstellung

Informativ, hilfreich und empfehlenswert

Die Ausstellung ist so interessant, wir sind zum dritten Mal hier –

Beeindruckend – bedrückend – und wichtig

Vielen Dank, die Zeit war reif dafür

Habe wesentlich mehr originale Exponate erwartet. Mit wenig Material so einen Aufwand…. Schade. Verlorene Zeit.    …..

„Eine zutiefst deprimierende Ausstellung über schlimme Zeiten und schwache Menschen“

Danke für die Eindrücke, die wir mitnehmen durften

Da hat Ingelheim Vorbildfunktion für viele Städte, auch größere, die eine solche Dokumentation bisher noch nicht erarbeitet haben
Dem Kurator und seinem Team, dem Büro Schwarz-Düser und allen Beteiligten sage ich vielen Dank für diese Ausstellung

Hohe Anerkennung für die wertvolle Ausstellung

Mir fehlen die Namen   a l l e r   Opfer, auch die der Krankenmorde: achtundzwanzig.
Weitere zwei Dutzend litten unter der NS-Gesundheitspolitik. Sie war der Vorläufer der Morde

Musa = sexy. Luca = sexy, Daniel = sexy, Marc = sexy, Domy = sexy und klein
Musa du Süßer
“Selina, Alwina & Lena are the bääst”

Lehrer – eure Schüler verstehen nichts, warum kommt ihr hierher?   Anonym

Anmerkungen
Besucher brachten Fotos oder Zeitungsberichte und Postkarten vorbei. Sie suchten immer wieder das Gespräch und erzählten aus ihrer Kindheit

O-Töne

Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte damals

Ich wohne in Köln, meine Tochter lebt in Ingelheim, sie schenkte mir das Buch und jetzt besuchte ich die Ausstellung ….. mir fehlt der Bezug zu den Neonazis heute

Ich erwartete Schrecken und kam mit Grauen und war dann positiv überrascht

Das Eis ist jetzt gebrochen, ich komme noch einmal

Ich komme noch einmal wieder
Ich komme noch einmal mit der richtigen Lesebrille wieder
Ich bin heute zum dritten Mal da
Das ist eine informative Ausstellung

(zusammengestellt von Heike Sobotta)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Susanne Krupka, Peter Weiland

Pressespiegel zur Ausstellung:

 „Freudige Gefolgschaft und bedingungslose Einordnung …?“

Ingelheim im Nationalsozialismus

Schicksale im Nationalsozialismus

Allgemeine Zeitung Ingelheim vom 8. November 2011

Täter und Opfer waren Mitbürger

Allgemeine Zeitung Ingelheim vom 11. November 2011

“Das sind wir den Opfern schuldig”

Allgemeine Zeitung Ingelheim vom 14. November 2011

Von Tätern, Opfern und Mitläufern

Allgemeine Zeitung Ingelheim vom 14. November 2011

Schicksale beleuchtet

Ingelheimer Wochenblatt vom 17. November 2011, Seite 3

Ausstellung „Freudige Gefolgschaft …”

Allgemeine Zeitung Ingelheim vom 3. Januar 2012

2000 Besucher in Ausstellung

Allgemeine Zeitung Ingelheim vom 6. Februar 2012

Nicht irgendwo, sondern hier

Ingelheimer Wochenblatt vom 9. Februar 2012, Seite 3

Kein Hort des Widerstands
Allgemeine Zeitung Ingelheim vom 12. März 2012, Seite 8
05.02.2012 | Finissage

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